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Leistungsorientierte Bezahlung – eine lohnende Herausforderung

6 gute Tipps zur Einführung eines Systems zur leistungsorientierten Bezahlung

Leistungsorientierte Bezahlung – eine lohnende Herausforderung

Häufige Kritikpunkte leistungsorientierter Bezahlung richten sich an die Art, die Integration und die Ausführung von Bonusmodellen, weniger an das zugrundeliegende Prinzip.

Viele Vergütungsmodell scheitern bei der Umsetzung und erreichen daher ihre angestrebten Ziele nicht oder nur eingeschränkt. Besonders schwierig scheint es Mitarbeiter für das Konzept der leistungsorientierten Bezahlung zu begeistern und die Bedeutung aufzuzeigen. Dies nimmt den Modellen ihre innewohnende Kraft zur Produktivitätssteigerung.

Untersuchungen zu leistungsorientierter Bezahlung weisen auf die Herausforderungen hin. So zahlen einige Unternehmen mit geringen Zuwachsraten  bei manchen Modellen in das System ein, während Firmen mit zweistelligen Gewinnraten davon überproportional profitieren. Auch den administrativen Arbeitsaufwand zur Pflege des jeweiligen Anreizsystems sollte im Vorwege kritisch betrachtet werden. Firmen, die leistungsorientierte Bezahlung als Mittel zur Kostenreduktion betrachten, zeigen sich unbefriedigter mit den Programmen als jene Firmen, die Absatzsteigerung und Ertragssteigerungen an das Vergütungsmodell koppeln. Paul Shafer, Manager bei Hewitt Associates hierzu: „ Möchte ein Unternehmen Wachstum, kann es Kostenreduktion nicht belohnen. Kostensenkung und Wachstum kann sich nicht gegenseitig ergänzen, beides ist gegensätzlich und verwirrt die Mitarbeiter.“

Neben den gemischten Ergebnissen sind sich Unternehmensberater einig, das gut entwickelte Modelle für leistungsorientierte Bezahlung dann bedeutungsvoll werden, wenn sie die Performance Einzelner und die von Teams berücksichtigen. Der Vorteil eines guten Bonusprogramms sollte das Unternehmen stärken, wettbewerbsfähiger machen, damit es flexibler auf Veränderung und Wachstum reagieren kann. Ein gutes Bonusprogramm bezieht die Mitarbeiter mit in den Prozess ein. Es steigert den Unternehmenswert, indem die Mitarbeiter lernen und begreifen, welchen Einfluss die tägliche Arbeit auf den Erfolg des gesamten Unternehmens haben kann. Anstelle formeller Trainingseinheiten rücken das persönliche Erleben und die Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das erworbene Wissen einzusetzen, hilft dem Unternehmen als Ganzes und befriedigt den Einzelnen in seiner Arbeitsumgebung.

Die Einführung eines Systems zur leistungsorientierten Bezahlung

Fachleute und Unterstützer von Bonusprogrammen sind sich einig, das eine leistungsorientierte Bezahlung erfolgreich ist, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden.

  1. Mitarbeiter müssen selber Kontrolle über ihre Performance bekommen.
  2. Unterschiede in der Performance müssen dem Unternehmen etwas bedeuten. Erkennen Mitarbeiter, dass Durchschnitt und hochwertige Performance einen Unterschied im Lohn darstellen, werden sie dies verinnerlichen.
  3. Die Unternehmensziele müssen klar definiert, allen Angestellten bekannt und auf deren Unterstützung ausgerichtet sein.
  4. Performance muss regel- und gleichmäßig gemessen werden. Ein klares System zur Begutachtung und Bewertung muss vorhanden sein. Besprechungen und Feedback beiderseitig möglich sein.
  5. Unternehmer sollten leistungsorientierte Bezahlung als ein Tool betrachten, um ambitionierte Unternehmensziele zu verfolgen. Diese Ziele sollten hoch gesteckt werden, damit ein höheres Maß an Anstrengung zur Erreichung nötig wird.
  6. Unternehmen sollten sicherstellen, das ihr System zur leistungsorientierten Bezahlung zu zielgerichteten Aktionen und Befähigungen führt, die das Unternehmen nachhaltig weiterbringt.

 

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Kay Burmester
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