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Wer richtet es in der Urlaubszeit?

Wer richtet es in der Urlaubszeit?

Worauf es beim Teamspiel in der Urlaubszeit ankommt erfahren Sie im folgenden Video.

 

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Wer kennt das nicht. Die Monate Juli und August stehen an. Das Thermometer steigt und mit ihm sinkt die relevante Personaldecke für das Tagesgeschäft. Was ist in großen Unternehmen durch eine tendenziell üppigere Personaldecke ausgeglichen werden kann, führt bei unseren mittelständischen Kunden schon häufiger zu Kopfzerbrechen. Dort wo es keine Backups oder Springer gibt, fällt der vorausschauenden Personaleinsatzplanung ein hohes Gewicht zu.

Engpässe entstehen, Stress kommt auf und die Motivation leidet darunter. Anstelle von beherztem Zugreifen kann häufig ein gewisses „wegducken“ unter den Mitarbeiter beobachtet werden. Frei dem Motto – irgendwann wird der Kollege ja schon wieder zurücksein, wird die zusätzliche Arbeitslast absorbiert.

Unternehmerisch drückt eine schwache Personaldecke auf den Umsatz und die Kundenzufriedenheit. Als Reaktion wird daher temporär gern z.B. im Bereich des Lagers & Logistik auf die Unterstützung durch Leiharbeiter zurückgegriffen oder Rückstellungen für Überstunden gebildet.

Silodenken begünstigt Engpässe

Dort wo Spezialisten rar sind, stellt die Urlaubszeit eine Belastungsgrenze dar, die von allen aufgefangen werden muss. Anders gesagt, das Teamspiel muss funktionieren! Jedes Team ist nur so gut, wie die Summe der abgestimmten Individuen. Dort wo schlecht oder gar nicht abgestimmt gearbeitet wird, bieten sich Produktivitätspotenziale, die es zu erschließen gilt.

Hierfür drei Beispiele:

  1. Im Lager herrscht Silodenken. Anstatt flexibel auf Lastspitzen zu reagieren, arbeiten Wareneingang und Warenausgang wie zwei getrennte Unternehmen.
  2. Der Innendienst ist überlastet. Eingangstelefonate bleiben unbeantwortet.
  3. Kundenanfragen an den Außendienst werden widerwillig oder gar nicht in der Urlaubsabwesenheit beantwortet.

Mitdenkende Mitarbeiter schließen Engpässe

Wie wäre es, wenn die Mitarbeiter sich vor Ihrem Urlaub selbständig über Vertretungen abstimmten? Wenn darüber hinaus eine wirkliche Eigenmotivation zu erkennen wäre, Engpässe im Team intelligent zu lösen? Wenn rollenübergreifend klar wäre, welche Aufgaben gerade im Sinne des Kunden wichtig zu lösen sind und das der Einsatz von Fremdarbeitern tatsächlich Geld kostet.
Es dürfte für Sie keine Überraschung sein, dass obwohl Ihre Mitarbeiter die Antworten zu den obigen Fragen tatsächlich kennen, sie dennoch nicht lösungsgerecht im Sinne Ihres unternehmerischen Erfolges agieren.

Was ist zu tun, wie lässt sich das Dilemma ein wenig auflösen? Hierzu zwei Praxistipps:

 

Praxistipp 1:

Machen Sie es Sie Ihren Miterbeitern leicht, die „W-Fragen“ zu beantworten!

  • Wie wirkt sich die gelöste Aufgabe für mich aus?
  • Was können wir anders intelligenter machen und wie kann ich mich dafür einsetzen?
  • Warum sollte ich die Aufgabe jetzt lösen?

 

Praxistipp 2:

Lassen Sie die Mitarbeiter an ihrem Ergebnis teilhaben, ohne dass es Ihr Unternehmen auch nur 1€ kostet. Dies kann z.B. sein:

  • 50% der eingesparten Fremdleistungen werden dem Team honoriert
  • 10% des verantworteten Lager DBs gehen an das Logistikteam
  • 5% des Vertriebs-DBs werden im Innendienst ausgeschüttet

 

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Stefan Wendl