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In 7 Schritten zur Entgelttransparenz: So bereiten Sie Ihr Vergütungssystem vor

In 7 Schritten zur Entgelttransparenz: So bereiten Sie Ihr Vergütungssystem vor

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verlangt, dass Unternehmen ihre Vergütungsentscheidungen künftig objektiv begründen und nachvollziehbar dokumentieren können. Was zunächst nach Bürokratie klingt, lässt sich mit einem klaren Fahrplan strukturiert angehen – und wird dabei zur Chance, das eigene Vergütungssystem grundlegend zu verbessern. Diese sieben Schritte haben sich in der Praxis bewährt.

Was die Richtlinie im Einzelnen verlangt und warum Unternehmen trotz der verzögerten deutschen Umsetzung jetzt handeln sollten, lesen Sie in unserem Beitrag zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

Schritt 1: Ist-Analyse durchführen

Verschaffen Sie sich zunächst einen ehrlichen Überblick: Welche Entgeltbestandteile gibt es in Ihrem Unternehmen? Welche Gehaltsgruppen und Rollen bestehen? Wie werden Gehaltserhöhungen heute entschieden – und wo ist das dokumentiert? Viele Unternehmen stellen an dieser Stelle fest, dass Gehälter über Jahre gewachsen sind und auf individuellen Verhandlungen beruhen statt auf einheitlichen Kriterien.

Schritt 2: Funktionen und Rollen klären

Vergleichen Sie Tätigkeiten nicht nur anhand von Stellenbezeichnungen. Entscheidend sind die tatsächlichen Anforderungen: Welche Aufgaben gehören zu einer Rolle? Welche Verantwortung ist damit verbunden? Welche Qualifikationen werden benötigt – und welche Bedeutung hat die Rolle für Team und Unternehmen?

Schritt 3: Kriterien für Entgelt festlegen

Definieren Sie nachvollziehbare Kriterien für die Vergütung. Diese sollten objektiv, geschlechtsneutral und im gesamten Unternehmen einheitlich anwendbar sein – etwa Qualifikation, Erfahrung, Verantwortung, Leistung und der Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Schritt 4: Entgeltbänder entwickeln

Gehaltsbänder schaffen Orientierung für Recruiting, Gehaltsgespräche und berufliche Entwicklung. Sie helfen, Einstiegsgehälter nachvollziehbar festzulegen, Gehaltsentwicklungen zu strukturieren, vergleichbare Tätigkeiten einzuordnen und individuelle Ausnahmen sichtbar zu machen.

Schritt 5: Variable Vergütung und Erfolgsbeteiligung prüfen

Variable Vergütung sollte nicht nur historisch gewachsen sein. Prüfen Sie: Welche Leistung wird vergütet? Sind die Erfolgsfaktoren messbar? Werden Einzel- und Teamleistung sinnvoll verbunden, und ist der Unternehmenserfolg berücksichtigt? Entscheidend ist, dass Mitarbeitende ihren eigenen Beitrag nachvollziehen können – genau hier setzt die AllWin Teamvergütung an: Beteiligung nach klaren, für alle gleichen Regeln statt schwer erklärbarer Einzelentscheidungen.

Schritt 6: Richtlinien und Prozesse dokumentieren

Transparenz braucht Verbindlichkeit. Dokumentieren Sie die Kriterien für Gehaltsentscheidungen, Zuständigkeiten, Abläufe für Gehaltsgespräche, Verfahren für Auskunftsanfragen und die Regeln der variablen Vergütung. So können Sie Entgeltentscheidungen jederzeit nachvollziehbar erklären und belegen.

Schritt 7: Führungskräfte und Mitarbeitende einbinden

Ein Vergütungssystem funktioniert nur, wenn es verstanden wird. Führungskräfte brauchen klare Leitlinien für Gespräche und Entscheidungen, Mitarbeitende Orientierung zu Kriterien, Entwicklung und Beteiligung. Transparenz bedeutet dabei nicht, jedes einzelne Gehalt öffentlich zu machen – sondern dass die Logik hinter der Vergütung verständlich ist.

Pflicht und Chance zugleich

Wer diese sieben Schritte geht, erfüllt nicht nur kommende Anforderungen. Ein transparentes Vergütungssystem stärkt Vertrauen, vereinfacht Gehaltsgespräche, macht Leistung sichtbar – und verbindet die Beteiligung der Mitarbeitenden mit dem Unternehmenserfolg. Aus der Pflicht wird so ein echter Wettbewerbsvorteil.

Ihr Ansprechpartner

Ansgar Igelbrink, Gesellschafter und Vergütungsexperte bei AllWin, hat diesen Fahrplan aus der Beratungspraxis entwickelt.

Er steht Ihnen für Ihre Fragen zur Entgelttransparenz und Teamvergütung persönlich zur Verfügung – im  AllWin-Erstgespräch klären Sie gemeinsam, wo Ihr Unternehmen steht und welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.


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